direktion zollverein
Projektlaufzeit
seit 2024
Baukosten / Bauvolumen
820 T € / 1.400 m²
Das Direktionsgebäude wurde 1906 errichtet, nach Fertigstellung war es Sitz der Direktion (bis 1920) und der Zechenverwaltung (bis 1986) sowie der Markscheiderei, die die Grenzen der Grubenfelder festlegte. Die Stiftung Zollverein erwarb das Gebäude und nutzt es seit April 2013 als Stiftungssitz.
Der zweigeschossige Backsteinbau mit Mansarddach entstand 1906 nach Entwurf des Zechenarchitekten Stolze in neubarocken Formen In der elfachsigen Vorderfassade sind die dreit mittleren Achsen durch einen übergiebelten Risalit betont. Ein schmalerer Risalit akzentuiert auch die Rückfassade. Die Backsteinfassaden werden gegliedert durch Pilaster, Sturz-, Sohlbank und Traufgesimse in Werkstein. Das Portal mit Oculi über der zweiflügeligen Tür ist mit einer Pilasterordnung in Naturstein eingefasst. Das Ovalfenster wiederholte sich im geschweiften Giebel über den Risalit (später verändert). Große Rechteckfenster im Erdgeschoss und Zwillingsfenster, geteilt durch Werksteinpfeiler im Obergeschoss. Die Fenster im Mansarddach wurden
nachträgliche verändert. Das Dach wird durch eine verschieferte Laterne bekrönt. Im Inneren ist die ursprüngliche Grundrissdisposition mit opulent-dreiläufiger Treppenanlage überliefert. Von der sonstigen Innenausstattung sind keine Reste erhalten
Die Fensteranlagen bestehen aus zweischaligen Kastenfenstern. Die äußeren Schalen sind dabei historisch und die inneren als nachträglich vorgesetzte Elemente, zur Verbesserung des Wärme- und Niederschlagsschutzes, jüngeren Datums. Die Fensteranlagen bestehen in der historischen Ebene aus Pechkiefernholz, pitch pine. Die Holzart der innenliegenden neueren Ebenen sind nicht bekannt. Beide Ebenen sind im Farbton reinweiß lackiert.
Fotos: Thomas Mayer, Neuss