stubertal

Projektlaufzeit                                                  

seit 2023

                                                                   

Die Aufgabenstellung für uns war das freistehende Unternehmer-Haus aus den 1950er Jahren vollständig zu sanieren. Dabei wird insbesondere auf die energetische Sanierung der Gebäudehülle, sowie den vollständigen Neuaufbau der gesamten Gebäudetechnik großer Wert gelegt. Das Gebäude wird nach Abschluss der Maßnahme den KFW Standard 70 EE erreichen. Zur Wohnraumerweiterung wird der bisher nicht genutzte Spitzboden ausgebaut. Ziel ist es nach dem Umbau ein sowohl technisch wie auch optisch ein modernes Gebäude zu schaffen, welches den bestehenden Charakter der ursprünglichen Bauzeit nicht leugnet und neu interpretiert.

Nach umfangreicher Analyse der Bestandssituation, konnte festgelegt werden, dass die Raumaufteilung im Bestand mit behutsamen Kleinsteingriffen auch den Anforderungen an eine zeitgemäße Wohnsituation genüge tut. So konnten z.B. die Bäder an gleicher Stelle wieder verortet werden und im EG mussten nur zwei Wände abgerissen werden. Im Zuge des Ausbaus des Spitzbodens entstand auf der Gartenseite eine großflächige Schleppgaube, angelehnt an die Bestandsgaubenkonstruktionen aber modern überspitzt und bis zum Dachfirst geführt. Trotz der Größe der Gaube war es möglich, die restliche Dachkonstruktion aus dem Bestand weiter zu nutzen und die Geschossdecke, welche als Kehlbalkendecke ausgeführt war, im Bereich der Gaube zu erweitern. So konnten Abbruchmaßnahmen im Sinne einer nachhaltigen Sanierung minimiert werden. Bei der Auswahl der Materialien und der Ausführung wurde großer Wert auf ressourcenschonende Produkte gelegt. So wurde die neuen Wände und Decken in Holzständerbauweise mit lokalen Hölzern gefertigt. Der Aufbau wurde so konzipiert, dass sowohl bei den Wänden wie auch bei den Dachflächen die Nutzung von Folien weitestgehend minimiert werden konnte. Die Fenster wurden als Holz-Aluminium-Fenster ausgebildet, die Hölzer stammen aus Österreich. Die Dachziegel aus NRW. Durch den Einsatz von kombinierter Wärmepume, Lüftungsanlage und PV-Anlage mit Speicher wird das Gebäude die für die Nutzung erforderliche Energie weitestgehend selbst erzeugen können.

Fotos: Thomas Mayer, Neuss

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